Transparenzkommission

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Im Jahr 2014 war der Berliner CSD e.V. öffentlicher Kritik an der Ausweitung seiner Vereinstätigkeiten auf das ganze Jahr und einer damit verbundenen geplanten Umbenennung aller Aktivitäten (inkl. CSD Parade und CSD Finale) zu STONEWALL ausgesetzt. Dies mündete in einem öffentlichen Streit und der Gründung eines Aktionsbündnisses, welches eine eigene CSD Demo am selben Tag der CSD Parade veranstaltete. Der Berliner CSD e.V. hat die Ereignisse in der Rückblende betrachtet, diskutiert und ausgewertet und eine selbstkritische Fehleranalyse (s. unten) zu seinen eigenen Entscheidungen und Handlungsweisen und der damit verbundenen eigenen Rolle im Konflikt veröffentlicht.

Im Verlaufe des Konflikts wurden der Vorstand und die Geschäftsführung außerdem wiederholt mit Fragen, Gerüchten und Vorwürfen über Verquickungen und finanzielle Ungereimtheiten konfrontiert. Daraufhin wurde auf Vorschlag aus dem CSD Forum eine unabhängige Transparenzkommission eingerichtet, die aus Personen aus verschiedenen Bereichen der lesbischwulentransinter Community bestand. Die Kommission sammelte alle Fragen und Vorwürfe, beurteilte die Antworten des Vorstandes und der Geschäftsführung sowie die Abläufe innerhalb des Vereins, erhielt umfangreiche Auskünfte und direkten Zugang zu den Büchern, Verträgen und Unterlagen des Vereins und der anderen beteiligten Organisationen zur Prüfung und verfasste einen Abschlussbericht.

Mitglieder der Transparenzkommission:

Jurgen Daenens
Ulrich Keßler
Detlef Mücke
Petra Nowacki
Anna-Maria Schneider
Schwester Daphne (O.S.P.I.)
Ronald Wenke

Zusammenfassung aus dem Abschlussbericht:

Einleitung

Am 26. März hat das CSD Forum eine Kommission eingesetzt, welche die Finanzen und Geschäftsbeziehungen des CSD e.V. aufarbeiten und kontrollieren sollte. Hintergrund waren Vorwürfe, wonach unzulässige personelle Verflechtungen bestünden, einzelne Mitglieder von Vorstand bzw. Geschäftsführung sich unzulässig bereichern würden und Spenden nicht richtig verrechnet wurden.

Die Kommission wurde vom CSD-Forum eingesetzt und bestand zunächst aus 11 Personen. Vier davon haben die Kommission aus persönlichen Gründen verlassen. Dieser Abschlussbericht wird deswegen von 7 Mitgliedern vorgelegt. Die Befunde und Empfehlungen erfolgten einstimmig.

Zur Arbeitsweise der Kommission: Nach Einsetzung der Kommission wurden die Mitglieder der LGBTTI-Community in Berlin gebeten, ihre Fragen einzureichen. Als Frist hierfür wurde der 21. April gesetzt. Aus diesem Prozess gingen insgesamt 147 Fragen ein. Davon hat die Kommission 98 Fragen angenommen. Die weiteren Fragen wurden an den Vorstand des CSD e.V. zur Beantwortung weitergeleitet, da sie nicht den Aufgabenbereich der Kommission betrafen. Zumeist betrafen sie Fragen nach dem sogenannten Stonewall-Konzept des Vorstandes, die nicht Gegenstand der Untersuchung der Kommission sind.

Die gesammelten Fragen wurden an den Vorstand zur Stellungnahme übersandt, diese Stellungnahme überprüft und durch Einsicht von Kontoauszügen, Rechnungen, Verträgen, Ausschreibungen und der Bilanz überprüft.

Gesamtfazit

Die Vorwürfe von unzulässiger Verquickung und Bereicherung haben sich nicht bestätigt. In keinem Fall wurden überhöhte oder unangemessene Zahlungen festgestellt. Im Gegenteil: zumeist haben die Angestellten, die freien Mitarbeiter_innen oder die Dienstleister_innen (etwa Anwält_innen) auf Zahlungen verzichtet oder langfristigen Stundungen zugestimmt.

Allerdings gibt es unter dieser Schwelle durchaus Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich Compliance, bei der Buchhaltung und bei Einzelthemen. Diese Empfehlungen sind im Folgenden (Anm.: im TK-Abschlussbericht) ausgeführt.

CSD Transparenzkommission. Abschlussbericht vom 28. September 2014

 

Die vollständigen Dokumente der Fehleranalyse und des Abschlussberichts der Transparenzkommission:

Abschlussbericht Transparenzkommission

Fehleranalyse 2014

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