Queer & Klasse: Über Armut, Ausgrenzung und Solidarität

Organizer: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berliner CSD e. V., Helle Panke

Date: 23.07.2026 – 23.07.2026

Time: 19:00 – 21:00

Location: Haus der Kulturen der Welt (HKW)

Address: John-Foster-Dulles-Allee 10 , 10557 Berlin

Admission: Free admission

Description

Wie kann queerer Widerstand gegen den Rechtsruck aussehen?

Mehr denn je brauchen wir Antworten auf den Aufstieg des neuen Faschismus – Antworten, die Queer und Klasse zusammendenken.

Queerfeindlichkeit, Ausgrenzung und gesellschaftliche Abwertung sind in den Biografien der Schriftsteller Didier Eribon und Édouard Louis eng mit den Bedingungen ihrer Herkunft aus der französischen Arbeiterklasse verbunden. Dabei wird deutlich: Die Möglichkeit, offen und selbstbestimmt queer zu leben, ist keine rein persönliche Frage. Sie wird maßgeblich von sozialen und ökonomischen Verhältnissen geprägt, und davon, wie sehr gesellschaftliche Normen Menschen einengen.

Auch die Philosophin Eva von Redecker hat in den vergangenen Jahren immer wieder auf die tiefen Brüche in einer Klassengesellschaft hingewiesen, die erst von neoliberalen und zunehmend von autoritären Entwicklungen verschärft werden. In ihrem aktuellen Werk zum „neuen Faschismus“ zeigt sie, dass der zunehmende „Drang nach Härte“ nicht am Rand entsteht, sondern aus der Mitte demokratischer Gesellschaften selbst – als Reaktion auf die sozialen Verwerfungen und Unsicherheiten des neoliberalen Zeitalters.

Die Moderation dieses besonderen Abends übernimmt Miriam Davoudvandi. Sie arbeitet als Journalistin, Podcasterin und Autorin. Mit ihrem jüngsten Buch „Das können wir uns nicht leisten“ beschreibt sie die alltäglichen Ausschlüsse, die durch Armut produziert werden.

Bildung & Empowerment / Education & Empowerment Haltung & Aktivismus / Attitude & Activism Highlights