Berliner CSD e. V. bewirbt sich für den WorldPride 2032 und fordert zur Abgeordnetenhauswahl politische Entscheidungen für eine starke Regenbogenhauptstadt
Der Berliner CSD e. V. stellt seine politischen Forderungen für die CSD Saison 2026 vor und verbindet diese mit einem klaren Ziel: Der Berliner CSD e. V. möchte sich für den WorldPride 2032 bewerben. Der WorldPride gehört zu den größten internationalen Veranstaltungen der queeren Community und verbindet politische Sichtbarkeit mit erheblichen Impulsen für queere Kultur und Tourismus. Bei erfolgreicher Bewerbung würde der WorldPride erstmals in Deutschland stattfinden.
„Berlin hat als Stadt der Freiheit das Potenzial, den WorldPride 2032 auszurichten. Doch internationale Sichtbarkeit und eine starke Community sind kein Selbstläufer. Sie brauchen politische Entscheidungen, langfristige Investitionen und den klaren Willen, queeres Leben dauerhaft zu stärken. Mit einer Bewerbung für den WorldPride 2032 wollen wir einen gemeinsamen Prozess anstoßen, der das Wir-Gefühl in der Community und Stadtgesellschaft stärkt, Menschen zusammenbringt und starke Signale für Freiheit, Vielfalt und Demokratie in die Gesellschaft sendet!“, erklärt Marcel Voges, Vorstandsmitglied des Berliner CSD e. V.
Mit seinen Forderungen zu den Abgeordnetenhauswahlen 2026 macht der Berliner CSD e. V. deutlich, dass die künftige Landesregierung mehr Engagement für die Regenbogenhauptstadt zeigen soll. Während queerfeindliche Gewalt zunimmt, Community-Räume unter Druck geraten und viele Projekte um ihre Finanzierung kämpfen, brauche es eine politische Strategie, die Sicherheit schafft, Infrastruktur stärkt und Demokratie schützt.
Die Bewerbung für den WorldPride 2032 versteht der Berliner CSD dabei als Chance für nachhaltige Investitionen in queere Infrastruktur, Kultur, Bildung, lokale Wirtschaft und demokratische Zivilgesellschaft. Berlin profitiert seit Jahrzehnten von seiner internationalen Strahlkraft als offene und vielfältige Metropole. Diese Position müsse jetzt aktiv gesichert und weiterentwickelt werden.
Die 6 Kernforderungen des Berliner CSD e. V.:
• Politische und finanzielle Unterstützung einer Bewerbung für den WorldPride 2032
• Schutz und Ausbau queerer Räume und Infrastruktur
• Mehr Sicherheit und Schutz vor queerfeindlicher Gewalt
• Sichtbarkeit und Vielfalt in Bildungseinrichtungen
• Ausbau queerkompetenter Gesundheitsversorgung
• Langfristige Finanzierung queerer Großveranstaltungen und ihrer Trägerstrukturen
”Berlin als Regenbogenhauptstadt zu halten und weiterzuentwickeln bedeutet, queeres Leben in all seinen Facetten zu stärken: durch mehr Sicherheit, starke Community-Strukturen, bessere Bildungs- und Gesundheitsangebote und langfristige Unterstützung für queere Infrastruktur”, ergänzt Carolina Philipps, Vorstandsmitglied im Berliner CSD e. V.
Der Berliner CSD fordert die künftige Landesregierung deshalb auf, die notwendigen politischen und finanziellen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Berlin auch in Zukunft eine Stadt bleibt, in der queeres Leben sichtbar, sicher und selbstverständlich ist.
Foto: Brigitte Dummer