Kampagne

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Kampagne 2026

🔥 Der Berliner CSD e. V. startet seine Kampagne für das CSD-Jahr 2026. Im Zentrum steht der diesjährige Kampagnenclaim und das Motto des CSD „HALTUNG IST HOT”. Ergänzt wird dieser um verschiedene Subclaims wie “Deine Stimme steht dir gut“, “Green Flags gehen wählen” oder “Maus, unpolitisch war gestern”. 

Haltung ist sexy. Haltung ist cute. Haltung ist hot. Gemeinsam zeigen wir Haltung beim Berliner CSD 2026. In einer abwechslungsreichen Kampagne weist der Berliner CSD e. V. auf die Abgeordnetenhauswahl 2026 hin und ermutigt Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Stadtgesellschaft und Community dazu, Haltung zu zeigen. Sie spielt bewusst mit “Datingsprache” und soll junge Menschen motivieren, zur Wahl zu gehen. Bei der diesjährigen Wahl zum Abgeordnetenhaus dürfen erstmals auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben. Die Kampagne wird im gesamten Pride Month und darüber hinaus bis zur Abgeordnetenhauswahl ausgespielt. 

📢 Mit dem Kampagnenstart setzt der Berliner CSD ein deutliches Signal zur Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses: für eine offene Gesellschaft, für demokratische Werte und für die Gleichberechtigung queerer Menschen.

„Wir stehen auch in Berlin vor einer wichtigen Wahl. Deshalb rufen wir alle Berliner*innen dazu auf, Parteien zu wählen, welche die Würde des Menschen als unantastbar achten und die Regenbogenhauptstadt erhalten und weiterentwickeln wollen. Unser Ziel ist, dass alle Menschen, die zum CSD kommen, auch von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.“, sagt Vorstandsmitglied Julia Miosga des Berliner CSD e. V. 

🎉 Berliner CSD findet erstmals zwei Tage statt

Eine zentrale Neuerung im Jahr 2026 ist die Erweiterung des CSD-Programms: Neben der Demonstration und Abschlusskundgebung am 25. Juli 2026 wird der Berliner CSD erstmals bereits am Freitag, dem 24. Juli 2026, eine Versammlung am Brandenburger Tor mit drei Bühnen durchführen. Geplant ist ein abwechslungsreicher Demokratieabend von ca. 18 bis 23 Uhr mit Musik, künstlerischen Auftritten und politischen Beiträgen. Das genaue Programm wird erst kurz vor dem CSD bekannt gegeben. 

🌟 Damit begeht der Berliner CSD ein ganzes Wochenende im Zeichen von Demokratie und Vielfalt – und läutet das größte CSD-Wochenende in seiner Geschichte ein. Der CSD bringt Demokratie in diesem Jahr in allen Bereichen zum Ausdruck und feiert an beiden Tagen die Vielfalt unserer Gesellschaft.

„Einige Kräfte wünschen sich, dass wir leiser oder kleiner werden. Das Gegenteil ist der Fall: Mit dem zusätzlichen Freitag schreiben wir Geschichte und werden alles dafür tun, Demokratie und Menschenrechte stärker denn je zu verteidigen.“, ergänzt Vorstandsmitglied Thomas Hoffmann.

📍 Am Samstag, den 25. Juli 2026 wird die CSD Demo mit anschließender Kundgebung am Brandenburger Tor stattfinden. Die Demo führt erneut vom Leipziger Str. über den Potsdamer Platz, Nollendorfplatz und die Klingelhöferstraße bis zum Brandenburger Tor

Mit seinen erweiterten Aktivitäten und der Kampagne unterstreicht der Berliner CSD seinen Anspruch, Berlin als Regenbogenhauptstadt zu stärken und zugleich ein Signal über die Stadt hinaus zu senden. In einer Zeit gesellschaftlicher Polarisierung braucht es Zusammenhalt sowie sichtbare, selbstbewusste und solidarische Antworten.

✏️ Forderungen des Berliner CSD e. V. zum CSD 2026

1. Die Zeit ist jetzt: World Pride 2032 in Berlin

Berlin ist die Stadt der Freiheit und weltweit ein Symbol für queere Sichtbarkeit, Vielfalt und Community. Diese internationale Strahlkraft ist jedoch kein Selbstläufer. Sie braucht politische Unterstützung, langfristige Investitionen und eine klare Zukunftsstrategie. Wer den Anspruch erhebt, internationale Regenbogenhauptstadt zu sein, muss auch die Voraussetzungen schaffen, queeres Leben dauerhaft zu sichern und weiterzuentwickeln.

Um die Regenbogenhauptstadt zu stärken und ein politisches Signal als Stadt der Freiheit zu senden, wird sich der Berliner CSD e. V. mit Unterstützung durch das Lesbisch-schwule Stadtfest und dem Folsom e. V. für den World Pride 2032 bewerben. Ein World Pride wäre weit mehr als ein internationales Großereignis: Er wäre ein sichtbares Bekenntnis zu Freiheit, Vielfalt und Demokratie und ein Impulsgeber für den nachhaltigen Ausbau queerer Infrastruktur, internationaler Vernetzung und gesellschaftlicher Teilhabe. Darüber hinaus würde die lokale Wirtschaft und der Tourismus von der Ausrichtung profitieren. Gleichzeitig bietet eine Bewerbung die Chance, langfristige Investitionen in Kultur, Begegnungsorte und demokratische Zivilgesellschaft anzustoßen und Berlin als offene, solidarische und vielfältige Metropole weiter zu stärken.

Daher fordern wir:

Die politische und finanzielle Unterstützung einer Bewerbung für den World Pride 2032 und die Verankerung dieses Ziels im kommenden Koalitionsvertrag.

2. Queere Räume schützen

Queere Räume sind Schutzräume, Kultureinrichtungen, Orte zum Feiern, Treffpunkte und Teil der Berliner Stadtgeschichte. Immer mehr queere Orte verschwinden allerdings durch steigende Mieten, Verdrängung und fehlende langfristige Absicherung. Ziel muss eine Stadt sein, in der queeres Leben sichtbar bleibt und neue Orte entstehen können – sicher, zugänglich und langfristig abgesichert.

Daher fordern wir:

  • Ein nachhaltiges Schutz- und Entwicklungsprogramm für queere Räume, um bestehende Orte langfristig zu sichern und neue Räume für Begegnung, Kultur und Community zu schaffen.
  • Dass queere Projekte bei der Vermietung und Verpachtung landeseigener Immobilien stärker berücksichtigt werden, um gemeinwohlorientierte und niedrigschwellige Angebote zu stärken. 
  • Die Unterstützung durch die Landesregierung bei der Schaffung eines großen Community-Zentrums als Kultur-, Bildungs-, Begegnungs- und Partyorts.
  • Kostenfreien Zugang zu öffentlichen Räumen für nicht kommerzielle queere Projekte und Veranstaltungen (z. B. Rathäuser und kommunale Veranstaltungsorte).
  • Eine höhere finanzielle Unterstützung queerer Strukturen in den Außenbezirken, in denen queere Infrastruktur oft noch unzureichend ausgebaut ist.
  • Dass sich die Landesregierung mit einer Bundesratsinitiative dafür einsetzt, das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ dauerhaft queerinklusiv auszugestalten und das Förderprogramm „Queer leben“ weiterzuentwickeln.

3. Mehr Sicherheit für queere Menschen

Queere Menschen müssen in Berlin sichtbar und sicher leben können: Auf der Straße, in Schulen, im Nachtleben, im öffentlichen Raum und auch im digitalen Raum. Gleichzeitig nehmen queerfeindliche Gewalt, digitale Hasskampagnen und Desinformation spürbar zu. 

Daher fordern wir:

  • Die Unterstützung der Community beim Aufbau eigener Sicherheits- und Unterstützungsstrukturen im Sinne einer Selbstermächtigung der Community, insbesondere durch die Förderung von Selbstverteidigungskursen, Schutzkonzepten, Opferhilfestrukturen und niedrigschwelligen Kommunikations- und Meldewegen innerhalb der Community.
  • Dass sich die Landesregierung auf Bundesebene dafür einsetzt, dass digitale Plattformen stärker reguliert werden. Darüber hinaus müssen Plattformen aber auch Täter  konsequent nach geltendem Recht in Verantwortung gezogen werden, um Hass im Netz, queerfeindliche Hetze und Desinformation wirksam zu bekämpfen.
  • Die Einlösung des staatlichen Schutzversprechens gegenüber der queeren Community, damit queere Menschen sich im öffentlichen Raum frei, sichtbar und sicher bewegen können.
  • Die verbindliche Umsetzung und ausreichende Finanzierung der Maßnahmen aus der Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit aus dem Jahr 2025, damit aus politischen Ankündigungen konkrete Verbesserungen im Alltag queerer Menschen entstehen.

Der Berliner CSD begrüßt die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Community-Akteur*innen und der Berliner Polizei zur Verbesserung der Sicherheit queerer Menschen. Gleichzeitig berichten queere Menschen weiterhin von negativen Erfahrungen im Kontakt mit Sicherheitsbehörden. Ziel muss es sein, Vertrauen zu stärken, Schutz wirksam auszubauen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.

4. Vielfalt in der Bildung stärken

Bildungseinrichtungen prägen die Gesellschaft von morgen. Deshalb müssen sie Orte sein, an denen Vielfalt sichtbar wird, Respekt selbstverständlich ist und queere Menschen sicher lernen, arbeiten und sich entfalten können. Diskriminierung muss konsequent entgegengewirkt und die freie Entfaltung geschlechtlicher und sexueller Identität ermöglicht werden.

Daher fordern wir:

  • Die verbindliche Berücksichtigung queerer Lebensrealitäten im Unterricht und in den Lehrmaterialien.
  • Eine verlässliche finanzielle Förderung externer Bildungs-, Präventions- und Beratungsangebote, die Schulen niedrigschwellig und unbürokratisch in Anspruch nehmen können.
  • Unabhängige und niedrigschwellige Beschwerdestrukturen für Schüler*innen, Studierende und Lehrkräfte, die Diskriminierung erleben oder beobachten.
  • Die Anerkennung der Geschlechtsidentität in allen Dokumenten, bei der Nutzung von Sanitäreinrichtungen und in der Ansprache.
  • Die Unterstützung von Diversity AGs an den Berliner Schulen 

5. Queere Gesundheitsangebote ausbauen

Queere Menschen erleben im Gesundheitswesen noch immer strukturelle Hürden, Versorgungslücken und Diskriminierung. Gleichzeitig bestehen in vielen Bereichen erhöhte Bedarfe an psychosozialer Unterstützung, mentaler Gesundheitsversorgung sowie an niedrigschwelligen und queerkompetenten Angeboten. Gesundheitliche Versorgung muss für alle Menschen erreichbar, diskriminierungsfrei und an den tatsächlichen Lebensrealitäten orientiert sein – unabhängig vom Wohnort, Einkommen oder der geschlechtlichen Identität.

Daher fordern wir:

  • Den Ausbau wohnortnaher, niedrigschwelliger und queerkompetenter Gesundheitsangebote – insbesondere in unterversorgten Bezirken, damit Unterstützung unabhängig vom Wohnort erreichbar ist.
  • Eine deutlich stärkere finanzielle Förderung psychosozialer Beratungsangebote sowie der mentalen Gesundheitsversorgung für queere Menschen, insbesondere zur Verringerung von Wartezeiten und zur Schließung bestehender Versorgungslücken.
  • Dass sich die künftige Landesregierung verbindlich zur Fortführung und Umsetzung der Ziele der Vereinten Nationen zur Beendigung von AIDS bekennt und die hierfür notwendigen Präventions-, Test- und Unterstützungsangebote langfristig absichert.
  • Dass sich die Landesregierung auf Bundesebene dafür einsetzt, den diskriminierungsfreien Zugang zu geschlechtsangleichenden und geschlechtsbestätigenden Behandlungen sicherzustellen und eine verlässliche Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen zu gewährleisten.

6. Queere Großveranstaltungen ausreichend finanzieren

Prides, Straßenfeste, Kulturveranstaltungen und Community-Events sind weit mehr als Freizeitangebote. Sie schaffen Sichtbarkeit, stärken gesellschaftlichen Zusammenhalt und ermöglichen demokratische Teilhabe. Sie tragen damit auch erheblich zur queeren Infrastruktur in Berlin bei. 

Gleichzeitig sind sie ein relevanter Wirtschafts- und Tourismusfaktor für Berlin: Sie ziehen millionen Besucher*innen aus dem In- und Ausland an, schaffen Umsätze in Hotellerie, Gastronomie, Kultur und Einzelhandel und prägen das internationale Image Berlins als offene und vielfältige Metropole.

Während die Stadt wirtschaftlich und touristisch von ihrer queeren Sichtbarkeit profitiert, tragen die Veranstalter*innen häufig erhebliche finanzielle Risiken und stemmen Organisation, Sicherheit und Infrastruktur mit begrenzten Ressourcen und hohem ehrenamtlichen Einsatz. Viele Trägervereine geraten dadurch an ihre Belastungsgrenzen und können ihren eigentlichen Aufgaben für Community, Kultur und politische Arbeit immer weniger nachkommen.

Daher fordern wir:

  • Einen deutlich höheren Anteil der Einnahmen aus der City Tax für die Finanzierung queerer Großveranstaltungen und ihrer Trägerstrukturen, da diese Veranstaltungen erheblich zur touristischen Attraktivität und internationalen Strahlkraft Berlins beitragen.
  • Ein dauerhaftes Förderprogramm zur Absicherung queerer Großveranstaltungen bzw. ihrer Trägervereine, das mehrjährige Planungssicherheit ermöglicht und kurzfristige Projektlogiken überwindet.
  • Die Anerkennung queerer Veranstaltungen als Bestandteil der Berliner Kultur- und Tourismusstrategie und ihre entsprechende Berücksichtigung in der Förder- und Standortpolitik.

🖼️ Grafiken & Shareables

Einen Werkzeugkoffer mit Vorlagen, Logos, Assets und weiteren Dokumenten, die euch bei der Erstellung eurer Designs unterstützen, folgen.

 

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