ugly duckling – Bastian Kraft – Deutsches Theater
Organizer: Institut français Berlin/Deutsches Theater
Date: 30.06.2026
Time: 20:30 – 22:20
Location: Deutsches Theater
Address: Schumannstraße 13A
Admission: Free admission
Description
Im Rahmen der Nächte der Ideen präsentiert das Deutsche Theater Ugly Duckling, eine Inszenierung von Bastian Kraft, die tief in die Märchen von Hans Christian Andersen eintaucht, um ihre verborgene Dimension zu enthüllen: das Spiel mit Geschlecht und Sexualität.
„Ich träumte nie von soviel Glück, als ich noch das hässliche kleine Entlein war.”
In den Märchen von Hans Christian Andersen stößt man immer wieder auf Transformationen: Die kleine Meerjungfrau verwandelt sich in einen Menschen, das hässliche Entlein in einen stolzen Schwan. Dass es sich bei diesen Verwandlungen auch um ein maskiertes Spiel mit Geschlechtlichkeit und Sexualität handelt, ist Ausgangspunkt für ein Projekt, das Andersens Märchen den Biografien von Berliner Dragqueens gegenüberstellt. Diese Protagonist_innen des urbanen Nachtlebens machen das Spiel mit Geschlechterrollen zum befreienden Spektakel. Dabei bewegen sie sich an der schillernden Grenze zwischen schamloser Selbstdarstellung und subkulturellem Sendungsbewusstsein. Die Transformation mittels Schminke und Perücken nämlich produziert nicht nur ein neues Ich, sondern damit auch ein neues Selbstbewusstsein. Die so erschaffene Kunstfigur ist der stolze Schwan, in dessen Gestalt sich das hässliche Entlein der Welt stellen kann.
Für seine Inszenierung ugly duckling wurde Bastian Kraft 2019 von Travestie für Deutschland mit dem Ehrenstöckel ausgezeichnet.
(© Text: Deutsches Theater Berlin)
Das Stück findet im Anschluss an die Podiumsdiskussion statt — danach lädt ein DJ-Set zum Feiern ein.
Im Rahmen der Nächte der Ideen 2026 des Institut français Berlin.
Die Nächte der Ideen wird gefördert durch L’Oréal, Dorint Hotels und Orangina.
Bastian Kraft
Geboren 1980 in Hessen, studierte Bastian Kraft Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen. Nach Jahren als Regieassistent am Burgtheater Wien brachte er dort 2010 Oscar Wildes Dorian Gray auf die Bühne – bis heute über 250 Mal gespielt. Beim Festival radikal jung gewann er zweimal den Publikumspreis. Seitdem adaptiert er regelmäßig Romane für die Bühne und arbeitet seit 2012 kontinuierlich am Deutschen Theater Berlin. Für Millers Tod eines Handlungsreisenden erhielt er 2017 den Friedrich-Luft-Preis der Berliner Morgenpost.