Hot Bodies x Heartchor
Veranstalter:in: Institut français Berlin
Datum: 01.07.2026
Zeit: 19:30 – 20:30
Ort: Institut francais Berlin
Adresse: Kurfürstendamm 211
Website: https://www.institutfrancais.de/de/berlin/event/hotbodies-und-heartchor-chorperformance-28823#/
Eintritt/Admission: Gratis / Spendenbasis
Beschreibung
Im Rahmen der Nächte der Ideen laden Hotbodies und Heartchor zu einer performativen und kollektiven Erfahrung ein, die den Abend des 1. Juli in eine neue Dimension entfaltet.
Hotbodies — das Musikprojekt von Gérald Kurdian, das Pop, Soundexperiment und politisches Engagement miteinander verbindet — trifft auf Heartchor, einen queeren Berliner Chor, der Gesang als Akt von Gemeinschaft und Widerstand versteht. Gemeinsam entwickeln sie eine Performance an der Schnittstelle von Musik, Körper und kollektiver Stimme, in der Fragen von Identität, Sprache und Zugehörigkeit nicht nur verhandelt, sondern gemeinsam erlebt, gespürt und gesungen werden.
In einer Nacht, die den Körper als politischen und ästhetischen Raum befragt, erinnert diese Chorperformance daran, dass die Stimme – einzeln wie im Chor – eines der mächtigsten Instrumente der Transformation ist.
Die Chorperformance findet im Anschluss an die Premiere von GIGA 8 statt, danach laden eine Gesprächsrunde und eine Lesung von Louise Morel zur weiteren Reflexion ein.
Im Rahmen der Nächte der Ideen 2026 des Institut français Berlin.
Die Nächte der Ideen wird gefördert durch L’Oréal, Dorint Hotels und Orangina.
Hot Bodies
Gérald Arev Kurdian alias Hot Bodies ist Musiker:in, Performer:in und DJ, dessen/deren hybride Arbeit Pop, Elektronik und Performance miteinander verbindet. Ausgebildet an den Beaux-Arts de Cergy und anschließend im choreografischen Programm Ex.e.r.ce in Montpellier, entwickelt they eine interdisziplinäre Praxis. Sein/ihr künstlerisches Universum erforscht die politischen, sozialen und sinnlichen Dimensionen zeitgenössischer Körper. Seine/ihre musikalischen Performances, die Live-Musik, Videokunst und Autofiktion verbinden, werden regelmäßig in bedeutenden Institutionen in Frankreich und international präsentiert (Centre Pompidou-Metz, Kaaitheater, Festival d’Automne…).
2028 initiiert they HOT BODIES OF THE FUTURE!, einen Forschungszyklus über die Rolle der Musik in queeren und sex-positiven Kämpfen. Dieses Projekt mündet in Performances, Installationen, Workshops und kollektive Hybridformen wie die partizipativen Chöre Hot Bodies Choirs. Parallel dazu entwickelt they eine radiophonische und kollaborative Arbeit rund um Sprache und situierte Erzählungen. They komponiert außerdem für Tanz, Film und Theater in Zusammenarbeit mit zahlreichen Künstler:innen.
Nach mehreren EPs unter verschiedenen Aliasnamen markiert Hot Bodies eine Wende hin zu einer experimentellen, verkörperten und frontalen Pop-Musik. 2025 startet they einen neuen Musikzyklus: The Transition Pieces, der die Metamorphosen der Transition erkundet. Die erste Pop-EP, Digital Fairy / Folk Songs, erscheint im September 2025 und wird von einem Show mit mythologisch-futuristischem Bilduniversum begleitet. Die Veröffentlichung wird von mehreren Institutionen und Programmverantwortlichen in Frankreich und Europa unterstützt. Hot Bodies tritt unter anderem im Kaaitheater in Brüssel und in der Boule Noire in Paris auf und festigt damit seine/ihre Verankerung in der unabhängigen Pop-Szene. Das Projekt findet ein bemerkenswertes Echo in der Kultur- und Musikpresse.
2026 setzt they die Live-Entwicklung und internationale Verbreitung des Projekts fort. Zwischen Pop, Performance und Klangforschung baut Hot Bodies ein engagiertes und sinnliches Werk auf — eine Arbeit, die queere Körper, Begehrensformen und zeitgenössische Imaginationen feiert.
Heartchor
2017 gründete Danilo Timm den Heart Chor mit der Absicht, leidenschaftliche und talentierte Menschen zusammenzubringen, um gemeinsam zu singen und zu performen. Ein durch und durch liebevolles Kollektiv hat sich geformt und ist im Laufe der Zeit zu mehr als einer Familie geworden.
Der Heart Chor singt und performt aus Freude, Neugier und Leidenschaft und verbreitet auf radikale Weise die Botschaft der LIEBE. Body Positivity, Selbstliebe und Akzeptanz sind seine Grundwerte. Mit seinem Markenzeichen The Ode to Nipples unterstützt der Heart Chor die Free the Nipple-Bewegung. Mutter Unser — eine feministische Neuinterpretation des Vaterunsers — ist eine Hommage an die üppige und fröhliche Heilige Mutter. In Zusammenarbeit mit DJ Alma Linda fördert der Heart Chor sexuelle Freiheit durch ihr gemeinsames Projekt Homoerotic Aerobics.
Der Heart Chor tritt bei Musikfestivals wie dem Garbicz Festival, dem Fusion Festival und dem Bucht der Träumer auf, sowie bei zahlreichen Kulturveranstaltungen — beim Feldkunst Festival, im Festsaal Kreuzberg und in den Sophiensaelen — und in den legendären Nachtspielstätten der Stadt wie dem Kater Blau, dem Sisyphos, dem Kit Kat Club und dem YAAM.
2019 erlebte Berlin die Premiere von Heart Chor – The Musical mit über 50 Performer*innen. Eine zweistündige musikalische Reise wurde in einem großen Zirkuszelt vor 1.300 Gästen aufgeführt. 2020 wurde Heart’s Club, ein selbst entwickeltes Club- und Kabaretterlebnis, zum ersten Mal gezeigt, ebenso wie das Kaos Karaoke. 2021 nahm der Heart Chor sein Publikum mit auf eine Quest for Joy, eine immersive Musiktheaterperformance, unterstützt vom Fonds Darstellende Künste mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.